Details

ISBN/EAN: 978-8-02-734546-5
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2022
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
300 S.
Format (T/L/B):
1.6 x 22.9 x 15.2 cm

Hersteller:
e-artnow s.r.o.
kristoferpaetau@gmail.com
Za sidlistem 22
CZ 14300 Prague


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Der Vulkan

Ein Roman über deutsches Exil, antifaschistischen Widerstand und europäische Intellektuelle der 1930er Jahre

17,10 €

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Beschreibung

Der Vulkan, 1939 im Exil erschienen, ist Klaus Manns großer Roman der deutschen Emigration: ein vielstimmiges Panorama jener entwurzelten Intellektuellen, Künstler und politischen Flüchtlinge, die nach 1933 zwischen Amsterdam, Paris, Zürich und Prag um Sprache, Würde und Handlungsfähigkeit ringen. In einer zugleich dokumentarisch genauen und psychologisch fiebrigen Prosa verbindet Mann Gesellschaftsroman, Zeitdiagnose und moralisches Zeugnis. Der titelgebende Vulkan meint die geschichtliche Katastrophe, deren Ausbruch Europa erschüttert und deren Asche sich über private Hoffnungen legt. Klaus Mann, 1906 als Sohn Thomas Manns geboren, gehörte selbst zu den frühesten und entschiedensten Gegnern des Nationalsozialismus. Nach der Machtübernahme emigrierte er, publizierte antifaschistische Zeitschriften, reiste unermüdlich und kannte die Milieus, Ängste und Versuchungen des Exils aus unmittelbarer Erfahrung. Seine eigene Gefährdung, seine Homosexualität, seine Drogensucht und sein politischer Humanismus prägen die Figuren dieses Romans mit schmerzhafter Authentizität. Der Vulkan empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als historisches Erkenntnismedium ernst nehmen. Das Buch ist kein bloßes Emigrantendokument, sondern eine erschütternde Studie über Verlust, Verantwortung und geistigen Widerstand. Wer die innere Geschichte Europas vor dem Zweiten Weltkrieg verstehen will, findet hier ein Werk von seltener Dringlichkeit.

Über Klaus Mann

Klaus Mann (1906 - 1949) war ein deutschsprachiger Schriftsteller. Er begann seine literarische Laufbahn in der Zeit der Weimarer Republik als Außenseiter, da er in seinem frühen Werk Themen verarbeitete, die zur damaligen Zeit als Tabubruch galten. Nach seiner Emigration aus Deutschland im Jahr 1933 fand eine wesentliche Neuorientierung in der Thematik seiner Werke statt: Klaus Mann wurde zum kämpferischen Literaten gegen den Nationalsozialismus. Als Exilant nahm er 1943 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Die Neuentdeckung seines Werkes in Deutschland fand erst viele Jahre nach seinem Tod statt. Klaus Mann gilt heute als einer der wichtigsten Repräsentanten der deutschsprachigen Exilliteratur nach 1933.